Dachausbau mit Fermacellplatten

Dachausbau Drempel

Wenn Ihr Dachgeschoss groß  genug ist, bietet es sich an, nach der Dachdämmung den Speicher auszubauen. So schafft man neuen Wohnraum. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Hilfe von Fermacellplatten mit etwas handwerklichem Geschick einen Dachausbau bewerkstelligen.

Vorüberlegungen

Beim Dachausbau sollten Sie folgende Gesichtspunkte berücksichtigen:

  • Ist der Speicher hell genug? Der Einbau eines oder mehrerer Fenster schafft hier Abhilfe.
  • Sollten die Schrägen bis zum Boden reichen, bietet sich der Einbau von Drempelwänden (Kniestock) an.  Sie schaffen damit die Möglichkeit kleinere Möbel aufzustellen. Wenn Sie die Drempel auch noch mit Türen versehen, können Sie diese auch noch als Stauraum nutzen.
  • Bei genügender Raumgröße lassen sich durch Trennwände auch noch Zimmer abteilen.

Fenstereinbau

Beim Fenstereinbau werden in der Regel Dachsparren durchtrennt. Mit Hilfe von Wechsel- oder Hilfssparren wird die Statik wieder  hergestellt. Lassen Sie diese Arbeiten am besten von einem Fachmann durchführen. Er sorgt für die nötige Stabilität. Außerdem ist so gewährleistet, dass das Fenster auch dicht und keine Feuchteschäden auftreten. Baurechtliche Fragen kann der Dachdecker ebenfalls beantworten.

Drempelwand mit Fermacellplatten

Mit Hilfe einer Metallständerwand und Fermacellplatten  wird eine senkrechte Wand vor den Dachschrägen geschaffen. Sie erhalten so Stellflächen für Kommoden und kleine Regale. Wenn Sie in die Wand auch noch Türen integrieren, können Sie den Raum hinter der Drempelwand als Stauraum nutzen. Die CW- und UW-Profile des Metallständerwerkes gibt es in unterschiedlichen Breiten, um verschieden starke Wände erstellen zu können. Die folgende Tabelle zeigt, in welchen Abständen die senkrechten CW-Profile in die waagerechten UW-Profile gestellt werden.

CW 50 mm         mindestens alle 50 cm

CW 75 mm         mindestens alle 75 cm

CW100 mm        mindestens alle 100 cm

Erstellen der Unterkonstruktion aus Metallständerwerk

Überlegen Sie zunächst, welche Höhe die Wand haben und welchen Abstand Sie von der Schrägen haben soll. Soll nur eine einfache Drempelwand errichtet werden, reichen 50 mm-Profile. Wenn Türen eingebaut werden, nehmen Sie besser 75 mm – oder 100 mm-Profile. Nun schrauben Sie im gewünschten Abstand UW-Profile am Speicherboden fest. Parallel dazu wird ein UW-Profil beweglich mit Fermacellschrauben an der Dachschräge wie in der Abbildung befestigt. Beim späteren Verbinden mit Fermacellplatten entsteht die notwendige Festigkeit. Anschließend werden  die UW-Profile in die CW-Profile gestellt. Mit Metallsäge oder Blechschere werden sie an die Dachschräge angepasst. Die Abstände ergeben sich dabei aus der Breite des Profils. Achten Sie unbedingt darauf, dass alles in einer Flucht liegt und die CW-Profile senkrecht stehen.

Wenn Sie Türen einbauen wollen, lassen Sie entsprechende Öffnungen frei. Wir zeigen Ihnen im Folgenden eine Lösung mit Gleittüren.

Wenn Sie Steckdosen einbauen wollen, können Sie nun die Kabel im Stauraum verlegen.

Anbringen der Fermacellplatten

Anschließend befestigen Sie die zugeschnittenen Fermacellplatten (Zuschnitt siehe http://www.holz-lumbeck.de/blog/dachdaemmung-fermacellplatten/ Punkt 4.3) mit Fermacell Schnellbauschrauben 30 x 3,9 mm  im Abstand von 20 cm am Metallständerwerk. Eine genaue Anleitung wie die Platten verbunden werden finden Sie unter http://www.holz-lumbeck.de/blog/dachdaemmung-fermacellplatten/ Punkt 4.2. Vor dem Anschrauben werden die Löcher für die Steckdosen mit einem speziellen Bohraufsatz gebohrt. In die Löcher werden nach der Befestigung Hohlraumdosen eingesetzt und die Kabel durchgezogen.

Einbau von Gleittüren

Die Türöffnungen lassen sich am einfachsten durch Gleittüren abdecken. Z. B. bietet die Firma Soliddoor maßgefertigte Modelle an, die Sie über Holz Lumbeck beziehen können.

Einbau einer Trennwand mit Fermacellplatten

Wenn der Speicher groß genug ist, können Sie ihn durch leichte Trennwände mit Metallständerwerk und Fermacellplatten untergliedern. In diese können auch Türen eingesetzt werden.
Die Metallprofile gibt es in verschiedenen Breiten von 5 cm bis 10 cm. Eine breitere Wand lässt sich besser dämmen, eine schmale nimmt weniger Raum ein.

Vorbereitungen

Im ersten Schritt wird auf dem Speicherboden und auf den Wänden der Verlauf der Wände und der Türöffnungen eingezeichnet. Damit auch alles gerade wird, verwenden Sie dabei einen großen Winkel, Wasserwaage und ein Lot. Außerdem sollte die Wand so verlaufen, dass die Metallprofile auf einem Dachsparren befestigt werden können.

Anbringen der Unterkonstruktion

UW-Ständerwandprofile werden dann auf dem Boden und der Dachschrägen befestigt. Die Metallschienen können Sie mit Hilfe einer Blechschere oder einer Metallsäge passend schneiden. Vor dem Anbringen werden  zum Schallschutz  Dichtungsband oder Mineralwoll-Estrichstreifen unterlegt. Danach werden die senkrechten CW-Ständerwandprofile in die UW-Profile gestellt. Bei einer Türe können Sie zur besseren Stabilisierung zusätzlich rechts und links der Türöffnung Kanthölzer in die Profile stellen. Alternativ können Sie auch spezielle Aussteifungsprofile verwenden.

Dämmen der Wand und Anbringen der Fermacellplatten

Im nächsten Schritt schrauben Sie von einer Seite zugeschnittene Fermacellplatten an die Metallkonstruktion (siehe http://www.holz-lumbeck.de/blog/dachdaemmung-fermacellplatten/ Punkt 4.1 ). Anschließend können Sie Elektrokabel in der Wand verlegen. Zum besseren Schallschutz  werden dann Glaswollplatten in die Wandöffnung geklemmt. Zum Schluss schließen Sie auch die zweite  Seite mit  Fermacellplatten. Für den Einbau der Steckdosen verfahren Sie wie beim entsprechendem Abschnitt  bei der Drempelwand.

Türeinbau

Siehe Blogbeitrag http://www.holz-lumbeck.de/blog/wie-baue-ich-tueren-ein/.