Fußleisten anbringen

Fußleisten anbringen

Erst mit Fußleisten wird der neue Boden zum echten Hingucker. Sie können mit Fußleisten die Dehnungsfuge zwischen Boden und Wand abdecken und dahinter Stromkabel verlegen. Außerdem werden im Badezimmer Wand und Boden nur in Kombination mit Fußleisten wasserdicht geschützt. Hier erfahren Sie alles über die richtige Verlegung von Fußleisten.

Vorbereitung

Bevor Sie losgegen, sollten Sie folgende Punkte bedenken:

1. Material der Fußleisten

Fußleisten gibt es aus Massivholz, aus Holzfaserplatten, MDF oder Kunststoff. Wählen Sie in Feuchträumen Leisten aus Kunststoff, Aluminium oder Fliesenleisten. Holzleisten werden foliert oder lackiert angeboten. Dabei können lackierte Leisten leichter ausgebessert werden.

2. Beschaffenheit der Wand

Bei der Wahl, welches Verfahren später beim Anbringen genommen wird, ist die Beschaffenheit der Wand wichtig. Bei einer krummen Wand sollten Sie die Leisten schrauben. Nageln ist optimal bei einer Holzwand. Sind dagegen die Wände glatt, können Sie gut eine der Klebemethoden wählen, ebenso bei Fliesen.

3. Vorgehen bei den Ecken

Einige Anbieter von Fußleisten verkaufen Eckverbinder für die Innen- und Außenecken. Sie können aber auch die Fußleisten auf Gehrung sägen. Dafür gibt es spezielle Gehrungssägen oder auch eine Gehrungslade.

4. Sollen die Fußleisten abnehmbar sein?

Gerade in Mietwohnungen möchte man die Fußleisten abnehmen können. Auch für späteren Tapentenwechsel ist es einfacher. Schneller und leichter sind die Verfahren, bei denen die Fußleiste dauerhaft mit der Wand verbunden ist.

5. Stromkabel und Heizrohre hinter den Fußleisten verstecken

Viele Fußleisten haben auf der Rückseite Hohlräume, in denen man ein Stromkabel verstecken kann. Für die dickeren Heizrohre gibt es spezielle Heizrohrfußleisten, mit denen man sie abdecken kann.

5. Material berechnen und allemeines Vorgehen

Nach der Wahl des gewünschen Materials messen Sie die Seiten aus, die eine Fußleiste erhalten sollen. Kalkulieren Sie 10 % für den Zuschnitt mit ein.
Wenn Sie Eckverbinder wünschen, zählen Sie die benötigten Innen-, Außenecken und Endstücke.
Generell gilt: sägen Sie nie alle Leisten auf einmal zu, sondern immer nur eine. Nach dem Anbringen wird erst die nächste zugeschnitten.

 

 

Möglichkeiten die Fußleisten anzubringen

Fußleisten können mit Hilfe von Clips, angeschraubt, genagelt oder geklebt werden. Jedes Verfahren hat seine Vor- und Nachteile.
Im Folgenden stellen wir Ihnen die verschiedenen Verfahren vor.

1. Fußleisten anbringen mit Leistenclips

Hierbei werden spezielle Clips für Fußleisten im Abstand von maximal 40 cm an der Wand angebracht. Bei gemauerten Wänden verwendet man dabei Dübel, bei Holzwänden können sie angeschraubt werden. Die zugesägten Fußleisten werden anschließend einfach auf die Clips aufgesteckt. Wichtig ist, dass die Clips alle exakt die gleiche Höhe haben und die Fußleiste bündig mit dem Fußboden abschließt.
Vor- und Nachteile:
+ Bei Renovierung lässt sich die Leiste leicht abnehmen.
+ Die Anbringung ist nicht sichtbar.
– Nicht geeignet bei sehr unebener Wand.
– Die Anbringung ist zeitaufwändig und erfordert exaktes Arbeiten.
– Nicht geeignet bei Fliesen.

2. Anschrauben der Fußleisten

Wählen Sie dafür dünne Schrauben. Sie sollten so lang sein, dass sie durch die Fußleiste in einem Wanddübel festen Halt finden. Zunächst werden Löcher im Abstand von ca. 40 cm mit einem Holzbohrer in die Fußleiste gebohrt. Halten Sie die Fußleiste passend vor die Wand.  Danach markieren Sie mit einem Steinbohrer durch die Fußleiste die Stellen, wo die Dübel angebracht werden sollen. Nun die Löcher bohren und die Dübel einsetzen. Durch die Löcher werden dann die Schrauben in die Dübel geschraubt.

Vor- und Nachteile:
+ Auch bei krummen Wänden können Sie die Fußleiste gut an die Wand ziehen.
+ Die Fußleiste kann bei Renovierung abgeschraubt werden.
– Die Schrauben sind sichtbar. Gegebenenfalls können Sie die Köpfe mit farbigem Lack abdecken.
– Nicht geeignet bei Fliesen.
– Die Anbringung ist zeitaufwändig.

3. Fußleisten nageln

Bei holzverkleideten Wänden kann man die Fußleisten auch annageln. Wählen Sie dafür dünne Nägel mit kleinen Köpfen. Im Abstand von ca. 40 cm wird die Fußleiste mit Schlagholz oder Nagelpistole dann angenagelt. Achten Sie auf gleichmäßige Abstände.

Vor- und Nachteile:

+ Schnelles, einfaches Anbringen.
– Bei Beton- oder gemauerten Wänden sowie Fliesen nicht geeignet.
– Die Nägel können sich losziehen speziell bei krummen Wänden.
– Die Leiste kann schnell beschädigt werden.
– Die Nagelköpfe sind sichtbar.
– Schwieriges Abnehmen der Fußleiste bei Renovierung.

4. Fußleisten kleben

Fußleisten können mit Hilfe von doppelseitigem Klebeband, Montagekleber oder Heißklebepistole geklebt werden. Speziell für das Anbringen an Fliesen ist diese Methode gut geeignet. Bei doppelseitigem Klebeband entfernen Sie zunächst die Abdeckung des Klebebandes auf einer Seite und kleben es auf die Fußleiste. Anschließend die zweite Abdeckung entfernen und die Fußleiste an die Wand kleben. Beim Kleben mit Montagekleber oder Heißklebepistole wird die Fußleiste punktuell mit dem Kleber bestrichen. Anschließend wird sie an die Wand gedrückt. Am besten beschweren Sie die Leiste mit schweren Gegenständen bis der Kleber fest ist.

Vor- und Nachteile:
+ Schnelles, einfaches Anbringen.
+ Die Anbringung ist nicht zu sehen.
– Nicht geeignet bei krummen Wänden.
– Doppelseitiges Klebeband löst sich leicht wieder von den Wänden.

5. Fußleisten in Feuchträumen anbringen

In Feuchträumen muss die Dehnungsfuge zwischen Wand und Bodenbelag vor Feuchtigkeit  geschützt werden. Geeignet sind dafür feuchtigkeitsresistente Fußleisten aus Kunststoff, Aluminium oder aus Fliesenmaterial. Einige Anbieter verkaufen auch zur Fliese passende Leisten. Wichtig ist beim Anbringen, dass die Fußleisten spaltenlos abschließen. Spritzen Sie daher eventuelle Lücken dauerelastisch aus.

Wenn Sie alle Gesichtspunkte berücksichtigen, werden Sie viel Freude mit Ihren Fußleisten haben.
Holz Lumbeck wünscht gutes Gelingen.